Cornelis-Quartett
 

Aktuell gehören u.a. folgende Programme zum Repertoire des Cornelis-Quartetts:

Hörproben:

Emilie Mayer
Mecklenburgs "weiblicher Beethoven"

Emilie Mayer (1812-1883) war ohne Zweifel die erfolgreichste und produktivste Komponistin ihrer Zeit - höchst ungewöhnlich für eine Frau im 19. Jahrhundert. Sie hinterließ ein umfangreiches Oeuvre an Liedern, Kammermusikwerken bis hin zu großen Sinfonien. Die Streichquartette sind von außerordentlicher musikalischer Qualität und werden in diesem Programm in Beziehung zum Werk ihres großen Vorbilds, Ludwig van Beethoven, gesetzt.
 
Streichquartette
aus dem Umfeld des Berliner Hofs um 1780
Quartette von Friedrich Benda,
E.W. Wolf, Reichardt, Boccherini
Franz Benda und Reichardt sind bekannte musikalische Grössen des Berliner Hofs. Aber wer kennt die Streichquartette von Friedrich Benda, dem Sohn von Franz Benda? In die Benda’sche Familie eingeheiratet hat E. W. Wolf, der den größten Teil seines Lebens in Weimar verbrachte. Dort bewegte er sich im Kunstzirkel am „Musenhof“ der Herzogin Anna Amalia, dem u.a. auch Herder, Goethe und Schiller angehörten. Seine Streichquartette op. 3 sind sehr eigenständig in der Form und vorausweisend in der Selbständigkeit der vier Stimmen.

 
Ariadne auf Naxos
Melodram von Georg Benda
für Streichquartett und 2 Sprecher
Der Komponist selbst hat dieses Arrangement für Streichquartett hergestellt, um es einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Die Musikgattung des Melodrams erlebte in der Mitte des 18. Jahrhunderts vor allem im mitteldeutschen Raum ihre Blüte. Die Verbindung von kurzen musikalischen Fragmenten mit Texten ist auch heute noch eine faszinierende Kombination zweier sehr unterschiedlicher Ausdruckswelten.

 
Fanny und Felix

Das einzige Streichquartett Fanny Hensels wird dem Quartett op. 44 ihres viel bekannteren Bruders gegenübergestellt.
Umrahmt wird das Programm von 2 Werken aus der Kunst der Fuge von J. S. Bach, denn die Geschwister machten schon im Kindesalter Bekanntschaft mit Bachs Kompositionen und er selbst bildete sie in den Grundlage des musikalischen Handwerks aus. Felix schrieb als 12-jähriger im Kompositionsunterricht bei Zelter 12 Fugen, Fanny spielte als 14-jährige Teil I des Wohltemperierten Claviers ihrem Vater zum Geburtstag auswendig vor.

Alternativ werden beide Quartette ergänzt von Aribert Reimanns "... oder soll es Tod bedeuten?" (siehe unten)

 
Mozart-Purcell oder
"Phantasie und Requiem"

In diesem Programm wird die Streichquartettversion des berühmten Requiems von Mozart, welche von einem Zeitgenossen Mozarts arrangiert wurde, fünf Phantasien von Henry Purcell gegenübergestellt. Diese ungewöhnliche Kombination lässt beide Werke in neuem Licht erscheinen.

 
"... oder soll es Tod bedeuten?"

Zwei Meisterwerke der klassischen Quartettliteratur - Mozarts B-Dur-Quartett KV 589 und Beethovens op. 131 - die jeweils im vorletzten Lebensjahr der Komponisten entstanden sind, werden kombiniert mit dem ungewöhnlichen Zyklus „…oder soll es Tod bedeuten?" von Aribert Reimann, in dem der Komponist Lieder von Mendelssohn-Bartholdy auf Texte von Heinrich Heine für Sopran und Streichquartett bearbeitet und sie mit von ihm komponierten Intermezzi verbindet.

Mit Christina Roterberg (Sopran)

 
Sieben letzte Worte Joseph Haydns "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" sind eines der herausragenden Werke im Schaffen des Komponisten. Ursprünglich als Passionsmusik für Orchester komponiert, hat er es später zum Streichquartett und auch zu einem Oratorium für Soli, Chor und Orchester umgearbeitet.

 

Opus 131

 

Beethovens op. 131 ist ein Grenzen verlegendes Meisterwerk: auf der Suche nach neuen Formen entstand ein 40-minütiges Gebilde, das keine klar umrissenen Sätze kennt, sondern nur ineinander übergehende Abschnitte. Es wird kombiniert mit dem Streichquartett von Fanny Hensel aus dem Jahr 1834. In einem ihrer Briefe an den Bruder Felix lesen wir, daß sie gerade völlig in den Bann gezogen wurde von den späten Streichquartetten Beethovens.